In den letzten Monaten und Jahren haben wir viel Zeit, Mut, Kraft, Geduld, Krips, Geld investiert. Wir haben immer versucht zuversichtlich zu bleiben, auch wenn uns manchmal kleine Zweifel überkamen, dass die Steine, welche uns auf unserem Weg begegneten, sich nicht mehr zur Seite rollen lassen. Uns fehlte noch der finale Finanzierer des Projekts. 

Nun können wir Euch frohen Mutes mitteilen, dass es uns gelungen ist diese große Hürde zu überwinden.  

Wie haben endlich eine Bank gefunden, welche uns die Finanzierung unseres Projektes zugesagt hat! 

Bis dahin war es ein weiter Weg. Bereits seit Ende 2020 arbeiten wir mit Finanzierungsvermittlern zusammen. Hier handelten wir lange einen Vermittlungs-Vertrag aus, mit welchem beide Parteien guten Gewissens arbeiten können. Nach unserem letzten Formulierungsvorschlag erhielten wir lange keine Rückmeldung und glaubten an Desinteresse. 

Das war der Grund, warum wir uns selbst mit mehreren Banken in Verbindung setzten. Einer Empfehlung entsprechend, setzten wir uns unter anderem als erstes mit „SMAVA“ auseinander. Unser Berater hatte hier eine eigenwillige Sicht auf die Finanzierung unseres Projektes und deswegen ließen wir von einer weiteren Zusammenarbeit schnell ab. Die Deutsche Bank finanziert nach deren Aussage grundsätzliche nicht solche Art sozialer Projekte. 

16.01.2021

Wir wandten uns an eine lokale Bank in Borna. Bereits 10 Tage später hatten wir die Chance unser Projekt persönlich bei den für uns verantwortlichen Beratern vorzustellen. Diese waren angetan von dem Projekt und der Tatsache, dass dieses eine lokale Präsenz hat. Wir reichten alle notwendigen Unterlagen ein. Leider stellte sich schon nach kurzer Zeit heraus, dass wir zu wenig Eigenkapital für eine notwendige Finanzierung einbringen können.  

Am 16.01. nahmen wir auch erstmalig Kontakt zu unserer privaten Hausbank auf. Auch hier reichten wir alle Unterlagen ein. Da die Planung der Architekten sich mit den Finanzierungsfragen überschnitt, konnten wir die vollständigen Unterlagen erst im Juli einreichen. Wir standen mehrmals über Videotelefonie, aber auch persönlich mit unseren Ansprechpartnern im Kontakt. Wir mussten noch etliche Unterlagen nachreichen. Außerdem musste eine Prüfung durch die Rechtsabteilung bzgl. unseres Erbbaurechtsvertrages* durchgeführt werden woraufhin Änderungen erforderlich waren. Diese Änderungen mussten dann von unserer Anwältin überarbeitet werden. Ein Gutachter musste unser Grundstück und den geplanten Neubau bewerten. Der Termin für ein endgültiges Angebot wurde immer und immer wieder nach hinten verschoben. Unsere Angst kein Finanzierungsangebot zu erhalten wuchs… 

Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass wir uns ein weiteres Finanzierungsangebot von der Bank einholten, bei welcher wir auch das Firmen-Konto der „Seelenstärker Felia gGmbH“ eröffnet haben. Hier reichten wir Ende Juli alle notwendigen Unterlagen ein. Wir bekamen eine Ansprechpartnerin, welche in Geithain beheimatet ist und somit einen guten Bezug zu Borna hatte. Wir fühlten uns schon beim Erstgespräch sehr wohl. Auch hier reichten wir noch geforderte Unterlagen nach. Auch hier wurde der Erbbaurechtsvertrag* geprüft und eine kleine Änderung eingefügt. Auch hier war eine Begutachtung des Grundstücks und des geplanten Neubaus notwendig. Auch hier wuchs mit laufender Zeit die Angst kein Finanzierungsangebot zu bekommen. 

18.11.2021 

Wir erhielten einen Anruf unserer privaten Hausbank. Wir bekommen ein Finanzierungsangebot. Leider nur ohne den Erbbaurechtsvertrag*, da sie uns mit diesem nicht finanzieren. Leider nur mit einer privaten Bürgschaft über 200.000 €. Leider nur mit einem separaten Konto, auf welchem wir die vom Jugendamt geleisteten Zahlungen für Instandhaltung drauf überweisen müssten (sollten wir Instandhaltungsleistungen beauftragen, müssten wir Anfragen, ob wir Geld von diesem Konto bekommen und die Leistung nachweisen). Leider nur mit einem Wechsel unseres Geschäftskontos. 

Da uns dies zu viele „Leider“ waren, riefen wir im Anschluss direkt bei der anderen Finanzierungsbank an. Wir erhielten die frohe Botschaft, dass uns auch hier ein Finanzierungsangebot gemacht wird. Wir müssen auch hier eine private Bürgschaft eingehen, aber bei weitem keine so Hohe. Die Bank würde es gern sehen, wenn man Geschäftsanteile kauft, aber dies stellt kein Muss dar. Hier war unser Bauchgefühl bei Weitem besser. 

Unsere Entscheidung konnten wir nun eindeutig und mit guten Gewissen treffen.  

Weitere Anrufe folgten direkt:  

  1. Wir gaben dem Architektenbüro Bescheid, dass die weitere Planung erfolgen kann. 
  1. Für den 22.11. war ein Notartermin vereinbart zur Unterschrift des Kaufvertrages für das Grundstück. Diesen konnten wir nun final bestätigen. 

Am 22.11. erfolgte die Unterschrift des Kaufvertrages im Beisein der Maklerin und zwei der Projektentwickler beim Notar.

Kauf des Grundstücks beim Notar

🥳 WIR SIND NUN STOLZE GRUNDSTÜCKSBESITZER 😊 

Nun kann gebaut werden! 

* Erbbaurechtsvertrag: Das Erbbaurecht beschreibt ein beschränktes dingliches Recht, eine Immobilie auf einem fremden Grundstück zu errichten. Dies brauchen wir, da Immobilienbesitzer und Grundstückseigentümer in unserem Fall verschieden Institutionen sind.